Die Schrothkur

Die Schrothkur ist eine Methode der Naturheilkunde, erfunden von dem Naturheiler Johann Schroth im Jahre 1820. Die Kur ist eine zwei- bis dreiwöchiges Naturheilverfahren mit Trink- und Trockentagen, die von der Anhängerschaft zur traditionellen europäischen Medizin (TEM) gerechnet wird.

Sie gilt nicht als eine übliche Diät und wird von teilweise von Medizinern und Ernährungswissenschaftlern differenziert bewertet. Viele Kurkliniken in ganz Europa bieten dieses besondere Verfahren an, wobei Oberstaufen im Oberallgäu das einzige offiziell anerkannte Schroth-Heilbad ist. Vorteil ist, dass man die Schrothkur zu Hause ebenfalls durchführen kann.



Hauptziele der Kur:

  • Entgiftung des Körpers zur Förderung der Selbstheilungskräfte
  • starke Gewichtsreduktion -empfohlen für Adipositas-Patienten
  • eine Art der Entschlackung

Merkmale der Kur:

  • salzlose und eiweißarme Nahrung mit viel Reis und gekochtem Obst und Gemüse
  • Sich ablösende Trocken – und Trinktage
  • Dunstwinkel, bei denen der ganze Körper über Nacht in kalte Laken eingepackt wird. Wärmflaschen sorgen zur Erwärmung

Kritik an der Schrothkur:

Ernährungswissenschaftler und Mediziner stufen die Kur als gesundheitsschädlich ab und raten mit folgenden Gründen dringend davon ab:

  • Eine Mangeldiät, die durch Verzicht von Proteinen zu Muskelschwund und Leistungsabfall führen kann
  • Vitaminmangel
  • Die Aufnahme an Flüssigkeit an den Trockentagen is viel zu gering und gesundheitsschädlich
  • Die Wirkung der Entwässerung ist zu stark
  • Alkohol, der als Bestand der Kur gilt, belastet den Kreislauf

Zudem wurde die Kur für eine Diät als „weniger geeignet“ bewertet und ist in folgenden Zeiträumen auf keinen Fall angebracht:

  • Schwangerschaft
  • Leberzirrhose
  • Krebserkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Tuberkulose

Funktionsstörungen der Niere

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