Wickel – ein altes Hausmittel bei Erkältungen

Halswickel

Wickel bei Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten, Fieber oder Halsschmerzen sind ein altbewährtes Hausmittel welches leider etwas in Vergessenheit geraten ist. Angelegt als Hals-, Brust- oder Wadenwickel können sie bei Kindern und Erwachsenen die Erkältungssymptome lindern und gezielte Körperreaktionen beeinflussen. Die einfache Anwendung der verschiedenen Wickelarten sind hierbei für den Hausgebrauch von Vorteil. Wickel bestehen aus mindestens zwei Lagen von Leinen- oder Baumwolltüchern, die temperiert, kalt oder auch heiß eingesetzt werden können. Sie können auch mit entsprechend den Beschwerden lindernden Substanzen angereichert werden. Hierzu zählen ätherische Öle, Tees, Kräuter, Quark, Kartoffelstampf oder auch Zitrone und verschiedene Salben. Gerade für die Behandlung von Erkältungs- und Infektbeschwerden bei Kindern eignet sich das Hausmittel der Hals- und Brustwickel da oft der Fall auftritt, dass Kindern ungern Medizin nehmen.

Halswickel bei Erkältungen
Halswickel können kalt oder warm eingesetzt werden. Sie haben positiven Einfluss auf Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Schnupfen, Lymphknotenschwellungen, Kehlkopfentzündungen oder auch Nebenhöhlenentzündungen. Diese Halswickel können mit Quark, Kartoffeln oder Zitrone angereichert werden. Ebenfalls lindernd wirkt sich der Einsatz von ätherischen Ölen aus.

Kalt eingesetzt, ziehen sie Wärme aus dem entzündeten Hals und lindern Brennen und Schmerzen. Die Anwendung ist einfach und leicht durchzuführen. Im Bereich des Halses wird eine wasserfeste Unterlage gelegt. Darauf kommen das Außentuch und gegebenenfalls das Mitteltuch. Das Innentuch wird mit Wasser von 18°C getränkt und gut ausgewrungen. Zusätze wie Zitronensaft oder Essig können dem Wasser zugegeben werden oder es wird Quark auf das Innentuch gestrichen. Dann das Innentuch um den Hals des Erkälteten wickeln, anschließend darum das trockene Zwischentuch und dann das trockene Außentuch. Den Patienten gut zudecken und den Wickel mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen.

Warm eingesetzt wirken sie durch die Wärme auf den Hals. Bevorzugt wird diese Art eingesetzt um festsitzenden Schleim bei länger andauerndem Husten zu lösen. Sie wirken durch ihre Wärme auch durchblutungsfördernd. Hierbei werden Abwehrkräfte gestärkt und auch Krankheitskeime schneller abgetötet. Damit kommt die Erkältung schneller zum Abklingen. Die Anwendung ist ähnlich wie bei kalten Wickeln. Das innere Wickeltuch sollte in Wasser getaucht werden, welches 36 bis 40°C warm ist. Zusatzstoffe können hier zerdrückte gekochte Kartoffeln oder auch ätherische Öle, wie Eukalyptusöl, oder entzündungshemmende Tees sein. Die Einwirkungsdauer sollte ebenfalls mindestens eine halbe Stunde betragen. Ganzkörper- oder Teilwickel haben neben ihrer heilungsfördernden Wirkung bei einer Erkältung auch die Wirkung der Entspannung und den Effekt, zur Ruhe zu kommen.

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